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Chlamydien in der Schwangerschaft

Die Diagnose, unter einer Chlamydien Infektion zu leiden, kann Mann und Frau gleichermaßen sehr beunruhigen.

Treten jedoch Chlamydien während der Schwangerschaft auf, kommt noch die Besorgnis um das Baby hinzu. Unbehandelt bergen die Chlamydien (Chlamydia trachomatis) tatsächlich eine sehr große Ansteckungsgefahr für das Baby und erhöhen zudem das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt.

Allerdings muss die Chlamydien Infektion keine schlimme Folgen nach sich ziehen, da sie in der heutigen Zeit sehr gut und effektiv behandelt werden kann – und dies auch während der Schwangerschaft.

Was sind Chlamydien eigentlich?

Bei den Chlamydien (Chlamydia trachomatis) handelt es sich um Bakterien, die für eine der häufigsten sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheit verantwortlich sind (bekannt unter STD für sexually transmitted diseases oder STI für sexually transmitted infections).

Besonders sexuell aktive Frauen bis 25 Jahre sind häufig davon betroffen, weshalb für diese Gruppe auch von den gesetzlichen Krankenkassen jährlich eine Vorsorgeuntersuchung bezüglich Chlamydien bezahlt wird. Inzwischen gibt es zudem inzwischen auch einen Vorsorge-Test für Zuhause, den Sie rezeptfrei in der Apotheke erwerben können.

Auch im Rahmen der Schwangerschafts-Vorsorge ist ein Chlamydien Test üblich, falls dies nicht automatisch geschieht, sollten Sie Ihren Gynäkologen darauf ansprechen.

Ein Chlamydien Test ist sehr wichtig, da häufig gar keine Beschwerden in Erscheinung treten oder aber nicht erkannt werden und in der Zwischenzeit sehr großen Schaden anrichten können.

Chlamydien Auswirkungen

Diese Bakterien haben, je nachdem welcher Untergruppe sie angehören, unterschiedliche Auswirkungen.

Die Chlamydia trachomatis kann sowohl zu einer Geschlechtskrankheit als auch starken Entzündungen am Auge bzw. der Bindehaut und sogar zur Erblindung führen.

Neben dem zunehmend in die Schlagzeilen geratenen Scheidenpilz zählt die Chlamydien Infektion zu den häufigsten Erkrankungen im Intimbereich. Laut Statistik leidet jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben unter ihr.

Leider haben auch viele unerfüllte Kinderwünsche ihren Ursprung in einer Chlamydien Infektion, da auch Unfruchtbarkeit eine mögliche Folge von unbehandelten Chlamydien sein kann.

Auch die Chlamydia pneumoniae ist hierzulande sehr bekannt. Bei dieser Version sind allerdings mehr die Bronchien betroffen. In vielen Fällen führt eine Entzündung mit der Chlamydia pneumoniae zu einer Lungenentzündung.

Speziell während der Schwangerschaft ist eine schnelle Chlamydien Behandlung nötig, da sonst Folgen, wie Fehlgeburt, Frühgeburt, vorzeitiger Blasensprung, eine Entzündung der Eihäute und die Ansteckung des Babys bei der Geburt mit den Chlamydien auftreten können.

Wird das Baby mit Chlamydien infiziert, kann sich dies in Form einer eitrigen Bindehautentzündung, Lungenentzündung oder aber Atemprobleme äußern.

Chlamydien Übertragung

Die Chlamydien zählen zu der Kategorie der Bakterien und können im menschlichen Organismus sehr schnell vermehren. Eine Übertragung passiert in den meisten Fällen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Chlamydien Übertragung kann dabei oral, vaginal oder anal stattfinden.

Die Gefährdung ist am Höchsten zu beurteilen, wenn wechselnde Geschlechtspartner im Spiel sind.

Eine Chlamydien Übertragung ist auch in Form einer Kontaktinfektion möglich. Dieses geschieht vor Allem in öffentlichen Einrichtungen wie Toiletten, Saunen oder Schwimmbädern.

Chlamydien Symptome

In den meisten Fällen treten nach einer Infektion keine Chlamydien Symptome auf. Teilweise können Chlamydien jahrelang unbemerkt bleiben, aufgrund fehlender Beschwerden.

Das Hinterhältige an der Chlamydien Infektion ist nämlich die Tatsache, dass man sie nicht sofort bemerkt. Das kann besonders Schwangeren negativ zu Buche schlagen, da die Bakterien auf das Ungeborene übertragen werden können.

Erst drei Wochen nach einer Ansteckung (Inkubationszeit) machen sich die unliebsamen Alltagsbegleiter in den unterschiedlichsten Formen bemerkbar. Die Chlamydien sind nun im Organismus und bringen diesen mehr und mehr durcheinander.

Irritationen der Scheide, gelblicher Ausfluss, Juckreiz und Krämpfe, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Wasserlassen, Zwischenblutungen, Analschmerzen, Knochen- oder Unterleibsschmerzen sind nur einige Chlamydien Symptome und Begleiterscheinungen, unter denen die Betroffenen zu leiden haben.

Wenn Sie schwanger sind und aufgrund von auftretenden Chlamydien Symptomen den Verdacht einer Infektion hegen, sollten Sie zwar zunächst Ruhe bewahren, aber möglichst schnell einen Arzt aufsuchen, um sich Klarheit zu verschaffen und eine schnelle Behandlung einzuleiten.

Gerade in den letzten Schwangerschaftswochen ist dies unbedingt erforderlich, da gerade bei der Geburt des Babys die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist und die Folgen für Mutter und Kind bei einer unbehandelten Infektion wären nicht unerheblich.

Chlamydien Behandlung

Eine Chlamydien Behandlung mit Antibiotikum ist sehr wirksam und ermöglicht eine vollständige Heilung. Auch wenn Sie schwanger sind, gibt es diverse geeignete Antibiotika, allerdings sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, welches für Sie in Ihrem speziellen Fall geeignet ist. Das Risiko, das eine unbehandelte Chlamydien Infektion in sich birgt, ist nämlich deutlich größer.

Zur Vermeidung des beliebten Ping-Pong-Effektes ist es sehr angeraten, dass auch der Partner von einem Facharzt untersucht und ebenfalls behandelt wird.

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